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Erfahrungsbericht

Howdy und viele Grüße aus South Texas!

Am 17.09.2018 bin ich in meinem neuen Zuhause in Corpus Christi angekommen und habe meine Gastmutter und meine französische Gastschwester kennengelernt.

 In den Tagen vor dem Abflug war ich ziemlich nervös und aufgeregt, weil ich vorher noch nie so weit von Zuhause weg war oder überhaupt geflogen bin. Nun bin ich hier schon seit drei Monaten und es fühlt sich an, als würde ich schon immer hier wohnen, aber andererseits gibt es jeden Tag so viel Neues, dass es so ist als wäre ich gestern erst gelandet. Alle Leute hier sind sehr nett und aufgeschlossen und Ich habe schon am Flughafen in Houston einige Freunde gefunden.

 Ich war viel am Strand, in Smithville beim Fotofestival und besonders der Besuch des Flugzeugträgers USS Lexington aus dem
zweiten Weltkrieg hat mir sehr gut gefallen. Zur Halloween Zeit sind wir in einige Spukhäuser gegangen. Thanksgiving habe Ich mit Mia, der Person von meiner Organisation, in San Antonio bei ihrer Familie verbracht und wurde von allen so herzlich behandelt als würde ich zur Familie gehören. Thanksgiving war auch die perfekte Gelegenheit neues Essen auszuprobieren und die Kultur genauestens kennenzulernen.

 Nach Thanksgiving musste ich mich aber leider von meiner Gastschwester Guillemette verabschieden, da unsere Gastmutter Cheryl krank war. Ich kam in eine neue Familie am anderen Ende der Stadt und musste deswegen auch meine Schule wechseln. Wir haben unsere Gastmutter Richelle und mit mir sind wir fünf Kinder. In meiner neuen Familie geht es mir viel besser und der Wechsel war zwar nicht besonders angenehm, aber auch eine wertvolle Erfahrung.

Im Gegensatz zu mir, musste Guillemette die Stadt verlassen und wohnt nun auf einer Farm, die vier Stunden Autofahrt entfernt ist, aber wir werden uns auf jeden Fall im April wiedersehen, denn es fahren alle Austauschschüler meiner  Organisation zusammen in die Hauptstadt von Texas.

Der Schulwechsel hat mir auch nichts ausgemacht, denn meine neue Schule (Veterans Memorial High School)  ist etwas größer und besser als die Alte (Richard King High School).

Der Stundenplan ist jeden Tag gleich und ich konnte fast alle Fächer selbst wählen. Ich musste eine Art Mathematik nehmen, eine Naturwissenschaft, Literatur und US Geschichte. Dann konnte ich mir noch drei andere Fächer aussuchen. Ich habe Tanzen, Malen und Töpfern ausgesucht. Es gibt mir sehr viel Ausgleich und ich habe hier genug Zeit mich fast voll und ganz meiner Kunst zu widmen. Meine Naturwissenschaft ist Food Science und man lernt alles über Essen und Ernährung. Das einzige, das mich etwas traurig macht, ist dass ich an meiner alten Schule Astronomie hatte, manchmal sogar im Planetarium der Schule und ich habe dieses Fach geliebt, denn es hat mich unglaublich  fasziniert so viel über so weit entfernte Dinge
herausfinden.  

In der Universität habe ich am Tag der offenen Tür das Observatorium besuchen dürfen und es gab eine Kunstausstellung aller Schulen der ganzen Stadt. Meine Lehrerin hat beschlossen eines meiner Kunstwerke dahin mitzunehmen und es auszustellen.

Erstaunlich ist aber, dass ich hier einige Deutsche gefunden habe. Meine Freundin Marie kam mit ihrer Familie nach Texas als sie zehn Jahre alt war und einige Lehrer an meiner alten Schule kamen auch aus Deutschland in die Vereinigten Staaten. Weihnachten habe ich mit meiner neuen Gastfamilie im Haus der Großeltern verbracht. Meine Familie macht gern Fotos in Schlafanzügen, die es jedes Jahr als Geschenk gibt.  


In meiner Freizeit bin ich gern mit Guillemette ins Kino gegangen oder zu einer Art Kunststudio namens Crazy Picasso. Ich bin auch viel draußen, da die Temperaturen im Herbst und Winter hier sehr angenehm sind und meine Gastfamilie einen Hund hat, mit dem ich gern spazieren gehe. Wir habe einen kleinen Bach, den Ich jeden Tag überquere, in dem Ich sogar kleine Schildkröten schwimmen sehen kann. Für einige Fotos und um meine Erfahrungen zu teilen habe ich einen Instagram Account erstellt: exchangestudent.experiences_tx

Deep in the heart of Texas

Am Anfang des neuen Jahres fuhren die Austauschschüler aus Texas nach Houston. Das eigentliche Highlight sollte das Johnson Space Center sein aber für mich war es der spontane Besuch des Schlachtschiffes USS Texas aus dem 2. Weltkrieg.
Einige Wochen später war ich mit anderen Leuten aus meiner Schule bei einem Kunstwettbewerb in der Nachbarstadt und habe die erste Runde gewonnen.

Das Osterwochenende habe ich mit der Familie meines besten Freundes verbracht. Wir waren in San Antonio und bei der Militärbasis hier in Corpus Christi.
Am Ende des Schuljahres konnte ich meine Kenntnisse aus meinem Tanzkurs bei der Spring Show (Frühlingsshow) unter Beweis stellen.
Die meisten Fortschritte habe ich im künstlerischen Bereich gemacht.

Am Ende des Schuljahres hat mein bester Freund mich zum Abschlussball eingeladen und wir waren bei Dave and Buster's, in der Trampolinhalle und beim Laser Tag. Es ist nur leider sehr schade, dass ich mit meiner eigentlichen Gastfamilie nicht viel gemacht habe. Am meisten Spaß hatte ich in der Schule vor allem gegen Ende des Jahres.

Meine Heimreise bin ich etwas verspätet angetreten wegen einer kleinen Magenentzündung. Am Pfingstmontag bin ich wieder in Deutschland gelandet und habe dann eigentlich bemerkt wie sehr ich mich verändert habe und wie viel mir mein Auslandsjahr wirklich gebracht hat. Allerdings wurden meine Erwartungen, dass alles wieder beim Alten sein würde, durch meine Veränderungen, nicht erfüllt. Ich würde jedem empfehlen für längere Zeit in ein anderes Land zu reisen um neue Eindrücke zu sammeln und Ich möchte mich hiermit nochmal bei der Sparkasse Elbe-Elster bedanken.

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