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Erfahrungsbericht

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Brasilien - Teil 2

Ich bin jetzt schon 8 Monate hier in Brasilien in Curitiba und erlebe sehr viele tolle Dinge. In meinen Sommerferien bin ich für 10 Tage ein bisschen rumgereist, und bin in den Nordosten geflogen. Dort war ich 5 Tage in Salvador und habe die Stadt ein bisschen kennengelernt. Es ist eine sehr schöne alte Stadt, mit schönen Stränden. Es ist ein Hotspot der ,,Sambakultur“, was auch sehr cool kennenzulernen ist. In der Nacht gibt es in dem Zentrum immer viele kleine Konzerte mit Sambamusik, was eine tolle Stimmung verbreitet. 
Dann bin ich auch mit einem Boot zu einer Insel nahe Salvador gefahren. Es ist einer traumhafte unbewohnte Insel mit einem wunderschönen Strand. Das Wasser war  so blau und klar, dass man seine Füße auf dem Grund sehen konnte. Es war eine sehr tolle Erfahrung, die Stadt kennenzulernen und mir hat es sehr gefallen. Nach Salvador bin ich nach Rio de Janeiro geflogen. Auf diese Stadt hatte ich mich schon sehr gefreut, weil ich denke, dass es eine der schönsten Städte ist, die man hier in Brasilien besuchen kann. Dort bin ich auch 5 Tage geblieben und  habe mir die touristischen Punkte angeguckt. Am ersten Tag habe ich eine Tour durch die Innenstadt gemacht und habe die Promenade  kennengelernt. Außerdem sollte man als Tourist sich auch nur in der Innenstadt aufhalten, weil es außerhalb sehr viele Favelas gibt und es sehr gefährlich ist. Am zweiten Tag habe ich ein sehr berühmtes Museum besucht, das ,,museum de amanha´´ was sehr interessant ist, weil es beschreibt wie die Welt in der Zukunft sein könnte. Danach bin ich zu dem Fußballstadion von der WM 2014 gegangen. Es ist sehr groß. Natürlich habe ich auch die Christostatue besucht, die über der Stadt auf einem Berg steht. Von dort oben hat man einen herrlichen Ausblick über die ganze Stadt.

Und die restlichen Tage habe ich an der Copacabana verbracht und ich habe die Sonne genossen. Mir hat der kleine Trip durch den Nordosten von Brasilien sehr gefallen, weil es interessant, war zwei neue Städte kennenzulernen. Als ich von dem Trip zurück gekommen bin, hatte ich noch einen Monat Ferien. In der Zeit war ich viel skaten und habe viel Zeit mit meinen Freunden verbracht. Mein Portugiesisch ist mittlerweile schon so gut, dass ich mich ohne Problem mit jedem unterhalten kann. Das macht mich sehr glücklich. Ich bin jetzt auch schon in meiner 3. und letzten Gastfamilie und fühle mich dort sehr wohl. In meinem Rotaryclub hier gibt es eine Jugendorganisation. Sie heißt „Interact“. Dort beteilige ich mich auch bei vielen Projekten.  Das sind meistens Projekte in Armenschulen oder Armengegenden der Stadt. Zu Weihnachten haben wir dort zum Beispiel ein Weihnachtsfest vorbereitet für Familien und Kinder, die kein Weihnachten feiern können. Auch für mich war Weihnachten hier sehr anders, weil hier in Brasilien ist es Sommer im Dezember und dementsprechend auch warm und hell, ganz anders als bei uns in Deutschland. Und die ganze Stadt ist geschmückt mit Weihnachtsschmuck, aber es fühlt sich trotzdem nicht so weihnachtlich an. Ich glaube auch, dass die Leute hier Weihnachten auch nicht so feiern wie bei uns, zum Beispiel gibt es hier auch keinen Adventskalender oder Adventskerzen und Weihnachtslieder wurden auch nie gesungen. An diesem Punkt habe ich das deutsche Weihnachten schon ein bisschen vermisst, aber es war auch sehr interessant es mal auf eine andere Art kennenzulernen. Ich werde noch bis zum 18. Juli hier bleiben und freue mich sehr darüber, dass ich meinen Geburtstag hier verbringen kann. In meinen letzten drei Monaten werde ich einfach noch meine Zeit hier in Curitiba verbringen und  genießen. Mit besten Grüßen aus Brasilien nach Finsterwalde  

Brasilien - Teil 1

Ich bin jetzt seit knapp 3 Monaten in Brasilien und mir gefällt es wirklich gut hier. Ich wohne in der Stadt Curitiba im Bundesstaat Parana mit rund 2 Millionen Einwohnern. Ich habe schon viele verschiedene Eindrücke von diesem Land bekommen und merke, dass es sich in vielen Punkten von Deutschland unterscheidet, was immer wieder aufs Neue interessant ist.
Die ersten Wochen waren noch ein bisschen schwer für mich, weil man sich erstmal mit der Stadt, den Leuten und der generellen Umgebung vertraut machen musste. Aber das ging schneller, als gedacht. In der Schule habe ich ziemlich schnell Kontakt z.B. mit anderen Schülern knüpfen können. Außerdem habe ich in meiner Klasse zwei weitere Austauschschüler aus Frankreich. Früh zur Schule werde ich immer von meiner Gastmutter gefahren und danach auch wieder abgeholt. Leider ist meine Schule hier sehr klein und so lernt man nicht so viele Leute kennen. Ich komme sehr gut mit meiner Gastfamilie zurecht und sie sprechen viel portugiesisch mit mir, was mich sehr gut übt. Ich habe offiziell zwei Geschwister in meiner Gastfamilie, aber die leben nicht zuhause, was ein bisschen schade ist. Unter anderem bin ich sehr froh, dass ich mein Hobby, Skateboarding, hier in Brasilien weiter ausüben kann.
Mit der Sprache komme ich jetzt eigentlich auch recht gut zurecht. Ich verstehe mittlerweile fast alles, aber reden fällt mir noch ein bisschen schwerer. Mein Haus ist nur 15 Minuten vom Zentrum entfernt, was mir sehr gefällt, weil man viele Möglichekeiten hat, was zu unternehmen. Das Wetter ist eigentlich relativ gleich. Es gibt keine großen Temperaturunterschiede das Jahr über.
Ich war mit meiner Familie jetzt auch schon 2 mal am Strand in ihrem Strandhaus in Picarras. Das ist eine kleine Stadt am Meer. Eigentlich unternehme ich jedes zweite oder dritte Wochenende etwas mit meinen Eltern. Öfter gucken wir uns die Natur um Curitiba an oder wir gehen in ein Restaurant.
Meine Schule geht hier immer nur bis 12:30 Uhr. Das ist sehr entspannt. Leider verstehe ich in der Schule fast gar nix vom Unterricht. Nach der Schule gehe ich immer nach Hause zum Mittagessen. Es gibt eigentlich jeden Tag Reis mit Fleisch und Bohnen, aber es schmeckt mir sehr gut. Montag und Mittwoch habe ich immer 1 Stunde und 45 Minuten Portugiesischkurs in der Stadt. Dort haben wir zwei Lehrer, die mit uns üben. Der Kurs geht noch bis Ende Dezember. Nach dem Kurs gehe ich entweder skaten oder mache was mit den anderen Austauschschülern, was auch immer sehr lustig ist, weil wir uns alle gut verstehen und es ist sehr interessant, so viele Leute mit einer anderen Nationalität kennenzulernen und auch ein bisschen was von ihrer Kultur. Außerdem gehe ich jeden Dienstagabend zu meinem Rotary Club hier, weil meine Gastmutter die Präsidentin ist.
In drei Wochen wechsele ich meine Gastfamilie zum ersten Mal. Ich bin schon ein bisschen gespannt, wie es dort sein wird. An manchen Wochenenden haben wir Rotaryevents, bei denen wir zu irgendwelchen Veranstaltungen gehen müssen, um Rotary zu präsentieren. Vor einem Monat war der ,,indepenndents Day" of brazil. Dort sind wir mit Rotary bei einer Parade mitgelaufen. Das war sehr cool. Vor vier Wochen hatten wir einen Rotexausflug zu einem Gelände im Dschungel, wo wir verschiedene Aktivitäten durchgeführt haben, wie Wildwasserboot fahren und traditionelle Gerichte essen.
Hier in Curitiba gibt es auch den längsten Bus der Welt, er ist 28 Meter lang und kann 250 Personen transportieren. Leider bin ich bisher noch nie mit ihm gefahren. Im Dezember haben wir unsere Sommerferien, die 2 Monate lang sind. In denen haben wir auch die Möglichkeit, Reisen durch das ganze Land mit Rotary zu buchen. Ich denke, ich werde die Reise nach Rio de Janeiro für 5 Tage machen.
Ich bin verwundert, dass nur eine weitere Deutsche in meinem District ist. Wir haben 11 Franzosen in meinem District, womit das auch die meisten aus dem selben Land sind. Dann kommen Mexicaner und Taiwanesen. Die Englischkenntnisse werden dadurch auch sehr geübt, weil man natürlich die ganze Zeit Englisch miteinander spricht, wenn man mit den anderen Austauschschülern unterwegs ist. Aber die meisten von meinen brasilianischen Freunden sprechen kein Englisch, was wiederum ein Vorteil zum Portugiesischlernen ist. Das war mein kleiner Gruß aus Brasilien. Ich hoffe, es geht euch allen gut und wir sehen uns gesund und munter wieder.

LG Ede

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